Der Kellner machte gestern abend in Camaret sur Mer noch das Crewbild. Heute frühstücken wir noch gemeinsam, dann muss Fabienne zu ihren Eltern in der Normandie... Schade!
Die Wetterdienste versprechen im wesentlichen NE 4-6 - für unseren Törn heißt das, ab nach dem Queren des Chenal du Four genau gegenan... schauen wir mal... Schlimmer ist, dass es heftig regnen soll.
Vor dem Auslaufen über den Hafenmeister sicherheitshalber abklären lassen, dass unser nächster Zielhafen nicht von den französischen Fischern gesperrt ist - alles frei. Na gut, dann noch schnell mal das Notankermanöver erklärt und gezeigt.
Um 1300 laufen wir aus - so dass wir genau 1430 mit Beginn des nordost setzenden Stroms am Südende des Chenal du Four sind. Die Sicht ist anbetracht des heftigen Regens zwar nicht berauschend aber sie reicht aus, um uns sicher zwischen den Untiefen durch zu navigieren.
Ein Sonnenverdeck, auch Bimini genannt, hilft auch bei Regen... so lassen wir es aufgespannt. Auf der Strecke von Camaret sur Mer zum Südeingang des Chenal du Four haben wir per Funk Kontakt mit MRCC Cross Corcen und St. Mathieu. Trotz Starkwind- Sturmwarnung sollen wir keine großartigen Probleme auf usnerem Törn zu erwarten haben...
Die See wird im Chenal du Four imemr rauher und ab LT Le Four ist es eine sehr unangenehme Kreuzsee - wir müssen das Tempo reduzieren, damit die Yacht nicht stampft. Eine estische, scheinbar neue, 40 Fuß Yacht stört dies nicht und überholt uns mühsam - wird sie doch durch das Stampfen immer wieder deutlich abgebremst.
Der Wind ist die ganze Zeit nicht berauschend, doch als wir die Flußmündung nach L Aberwrac h hochlaufen, frischt es deutlich auf 4-5 Beaufort auf. Strom und Winddruck erzeugen eine Abdrift von über 20 Grad, so dass wir entsprechend vorhalten und annähernd quer zum Fahrwasser laufen um uns im selbigen zu halten...spannend. Um 1900 machen wir am Besuchersteg längsseits fest. |